Trauer, Verlust, Abschied - alltägliche Ereignisse in der Jugendhilfe

Professioneller Umgang im beruflichen Kontext

Die rasante Veränderung unserer Gesellschaft lässt im Alltag kaum Raum für Themen wie Verlust, Abschied und Trauer. Mit diesen Ereignissen werden wir alle in den unterschiedlichen Lebenszyklen konfrontiert. Wenn junge Menschen betroffen sind, stellen sie Fragen wie:

  • Warum lassen sich meine Eltern scheiden?
  • Wo werde ich leben?
  • Wo ist mein Freund von nebenan geblieben?
  • Wohin ist meine Katze verschwunden?
  • Warum ist Opa gestorben?
  • Warum ist meine Lehrerin nicht mehr da?
  • Warum kann ich nicht nach Hause zurück?
  • Warum kann ich nicht in das Dorf zurück, in dem ich groß geworden bin?
  • Warum …

Wir nehmen Ereignisse wie Trennungen und Scheidung, Gewalt, Flucht und Ausgrenzung oder Tod einer Bezugsperson zur Kenntnis, oftmals ohne adäquat darauf reagieren zu können. In der pädagogischen Arbeit bestehen die Erwartung und die Anforderung, Kinder und Jugendliche zu begleiten, ihnen Antworten auf Fragen zu geben und authentisch und professionell mit diesen Ereignissen umzugehen. Aber wie gehe ich persönlich mit Verlust, Abschied und Trauer um? Welche Rituale habe ich gelernt? Sind das Muster, die mir helfen professionell zu handeln? Das beteiligungsorientierte Seminar ermöglicht Ihnen unter Einbeziehung Ihrer Arbeitsfelder, gemeinsam Lösungen, Strategien und Methoden zu erarbeiten.

Die Themen im Überblick:

  • Definition von Trauer, Abschied und Verlust
  • Was ist „‚das Gute“ am Trauern
  • Trauerphasen, Ausdrucksformen bei Kindern und Jugendlichen
  • Umsetzung in der pädagogischen Arbeit
  • Meine Haltung und mein Umgang mit diesen Themen
  • Umgang mit unterschiedlichen Trauer-Kulturen
  • Welche Rituale sind mir vertraut?
  • Erarbeitung weiterer Methoden zum professionellen Handeln
  • Psychohygiene und Selbstfürsorge

Methoden: Theorie-Input, Fallbesprechung, Gruppenarbeit

Die Ziele dieses Basis-Seminars sind:

  • Ressourcen und Kompetenzen wahrnehmen, um mehr Sicherheit zu gewinnen;
  • Weiterentwicklung der eigenen Haltung - Mut, eigene Wege zu suchen;
  • Überprüfen der Konzepte: der eigenen, des Teams und der Institution.
Kurs Nr.
21821-215
Ort
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V., Georgstraße 7, 50676 Köln
Datum
12.03.2021
Uhrzeit
09:30 - 17:00 Uhr
Kostenfreie Abmeldung bis
05.02.2021
Anmeldeschluss
05.03.2021
Teilnehmende (max.)
17
Zielgruppe
Mitarbeitende der ambulanten Hilfen zur Erziehung und weitere Interessierte
Reduzierter Preis für Mitgliedsorganisationen
120,00
Normaler Preis für Externe
144,00
Anmerkungen Kosten
inklusive Getränken und Mittagessen
Inhaltliche Fragen
Christa-Maria Pigulla, 0221 2010-143, christa-maria.pigulla@caritasnet.de
Referent/in 1
Gabriele Röttgen-Wallrath
Profession
Familienberaterin, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, Coach, Supervisorin
Referent/in 2
Felix Laue
Profession
Diplom-Pädagoge, Traumapädagoge i. A., systemisch-analytischer Berater, Mitarbeiter der NRW Fachberatungsstelle gerne anders! – sexuelle Vielfalt und Jugendarbeit
Bildungspunkte (ECTS)
0,6