Fachtag Alleinerziehende

Familien in Deutschland sind bunt und ganz unterschiedlich. Die meisten Eltern in Deutschland sind verheiratet, aber auch immer mehr Paare ohne Trauschein gründen eine Familie. Doch nicht jede Beziehung oder Ehe hält. Deshalb wachsen immer mehr Kinder bei einem Elternteil auf. Wenn Eltern getrennt leben, betreut überwiegend ein Elternteil das Kind.

In Deutschland gibt es acht Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Davon sind 19 Prozent alleinerziehend, also Mütter oder Väter, die allein mit ihren Kindern im Haushalt leben. Von den 13,1 Millionen Kindern unter 18 Jahren leben inzwischen 18 Prozent mit einem Elternteil im Haushalt. In neun von zehn Fällen ist dies die Mutter.
Alleinerziehende stehen vor besonderen Herausforderungen und brauchen deshalb Unterstützung z.B. durch Angebote der Kinder- und Jugendhilfe. Der Anteil alleinerziehender Familien, die 2019 Hilfen zur Erziehung in Anspruch genommen haben, lag bei 45%. Kinderarmut in Deutschland ist zur Hälfte auf die Armut von Alleinerziehenden zurückzuführen.

Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. möchte in Kooperation mit dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., Essen, und dem Zentrum für alleinerziehende Eltern, ZentralE, Köln, mit dem Fachtag die vielfältigen Bedarfe alleinerziehender Familien sondieren und deren Interessen herausarbeiten. Es soll auch der Frage nachgegangen werden, ob und wie Angebote der Kinder- und Jugendhilfe den Bedarfen alleinerziehender Familien entsprechend gestaltet sein müssen. Das In-Kontakt-bringen von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe Organisationen der Selbsthilfe und der Interessenvertretung ist dazu hilfreich.

Nach einem Einführungsreferat zur sozialen Situation alleinerziehender Familien in NRW wird die Methode „Design Thinking“ die lokalräumliche oder themenzentrierte Suche nach lösungsorientierter Interessenumsetzung unterstützen. „Design Thinking“ unterstützt die strukturierte Herangehensweise an komplexe Problemstellungen. Die Methode ermöglicht, in kurzer Zeit innovative Ergebnisse auf verschiedene Sichtweisen einer Thematik zu entwickeln und diese nach der Veranstaltung zu erproben. Die Teilnehmenden des Fachtags können sich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Handlungsfeld Alleinerziehende austauschen, vernetzen und Kooperationen schließen, um möglicherweise gemeinsam erarbeitete Ideen lokal weiter zu verfolgen.

Die Veranstaltungen finden unter Einhaltung der Corona-Regeln (u.a. Abstandsregelung und Kontaktnachverfolgung) statt. Der Veranstalter behält sich vor die Veranstaltung in einer digitalen Form stattfinden zu lassen.

Dieser Tag wird in Kooperation mit dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., Essen und dem ZentralE - Zentrum für alleinerziehende Eltern, Severinstraße, Köln durchgeführt und richtet sich an Mitarbeitende der Kinder- und Jugendhilfe, Mitarbeitende von Dienstleistungseinrichtungen für alleinerziehende Eltern, Mitarbeitende von Selbsthilfe- und Interessenvertretungsorganisationen, Mitarbeitende der Gefährdetenhilfe und Mitarbeitende der Alleinerziehendenpastoral..

Kurs Nr.
21821-376
Ort
Jugendherberge Köln-Deutz, Siegesstraße 5, 50679 Köln
Datum
12.01.2021
Uhrzeit
09:30 - 17:00 Uhr
Kostenfreie Abmeldung bis
08.12.2020
Anmeldeschluss
05.01.2021
Teilnehmende (max.)
45
Zielgruppe
siehe Ausschreibungstext
Reduzierter Preis für Mitgliedsorganisationen
20,00
Normaler Preis für Externe
25,00
Anmerkungen Kosten
inklusive Getränken und Mittagessen
Inhaltliche Fragen
Dominik Duballa, 0221 2010-263, dominik.duballa@caritasnet.de
Referent/in 1
Jan Braukmann
Profession
Diplom-Sozialwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter Prognos AG
Bildungspunkte (ECTS)
0,6